LEGION OF THE DAMNED: Die ultimative Schlachtplatte Seit 2006 haben es die fleißigen holländischen Thrasher von LEGION OF THE DAMNED geschafft, sage und schreibe vier Alben auf den Markt zu bringen, unzählige Touren zu spielen und fast jedes Festival auf dem Kontinent abzugrasen. Doch anstatt sich irgendwann mal auf die faule Haut zu legen, setzt sich Frontmann Maurice Swinkels lieber hin und bastelt ‘Slaughtering...’, die erste DVD der Bandgeschichte, fast im Alleingang zusammen (mehr Infos zum Inhalt im Review an anderer Stelle in dieser Ausgabe). So grenzt es fast an ein Wunder, daß wir den sympathischen Workaholic zwischen diversen Meetings und anderen Terminen für einen ausführlichen Plausch an die Strippe bekommen konnten. Maurice, eure erste DVD war ein Haufen Arbeit. Wie fühlt es sich an, sich jetzt zurücklehnen zu können? “Verdammt gut! Ich habe insgesamt ein ganzes Jahr an ‘Slaughtering...’ gearbeitet. Seit ich wußte, daß wir eine DVD veröffentlichen werden, hatte ich ständig meine Kamera dabei und habe alles und jeden gefilmt. Danach ging es ans Editieren und Bearbeiten. Da ich hauptberuflich mit solchen Dingen mein Geld verdiene, lag es nahe, daß ich das übernehmen würde. Am Ende konnte ich LEGION OF THE DAMNED nicht mehr sehen oder hören, hehe.” Eine DVD gibt einem die Chance, auf die eigene Karriere zurückzublicken. Was hast du gesehen? “Ich hatte gemischte Gefühle. Meist war ich sehr glücklich darüber, wie sich alles ergeben hat. Andererseits sind Dinge wie ein Supportslot für KREATOR normal geworden, für die ich früher, als ich noch nicht so erfolgreich war, womöglich getötet hätte. Als ich OCCULT startete, habe ich alles versucht, diese Band voranzubringen und eine gute Tour an Land zu ziehen, aber nichts ist passiert. Was hingegen LEGION OF THE DAMNED in den letzten vier Jahren erreicht haben, ist unglaublich, obwohl dort das gleiche Herzblut und die gleiche 24/7-DIY-Attitüde wie bei OCCULT drin steckt.” Warum habt ihr das Summer Breeze-Festival als Main Gig der DVD ausgewählt? “Der Mitschnitt des Summer Breeze 2009 war eigentlich nie für eine Veröffentlichung bestimmt gewesen. Im Nachhinein fanden wir den Gig jedoch wegen des tollen Publikums, des einmaligen Energieflusses und der grandiosen Stimmung prädestiniert für unsere DVD. Es war eine unserer bisher größten und besten Shows. Die DVD sollte zuerst ‘Slaughtering Party.San’ heißen, aber der dortige Gig hatte ein paar kleine Macken, weswegen wir uns nach dem tollen Summer Breeze-Konzert dazu entschieden, es ebenfalls zu verwenden.” Ihr habt 2005 mit OCCULT beim Party.San gespielt und drei Jahre später mit LEGION OF THE DAMNED. Die gleichen Musiker, die gleiche Bühne, der gleiche Stil, aber viel mehr Leute vor der Bühne. Komisch, oder? “Ich habe mir kürzlich erst wieder den OCCULT-Gig von 2005 auf DVD angesehen. Ich sehe so verdammt leblos aus auf der Bühne. Ich spürte zu dieser Zeit wirklich kein Leben und keine Motivation in mir. Ich spiegelte die damalige Situation der Band perfekt wider. Wir fühlten uns wie vor eine Mauer gestellt, die unüberwindbar schien. Hinter den Kulissen war zu dieser Zeit der Namenswechsel schon beschlossene Sache gewesen. Drei Jahre später standen wir dann zur besten Sendezeit mitsamt fetter Pyroshow auf der gleichen Bühne. Ich habe während des Gigs an das Desaster von 2005 gedacht und mich gefreut, wie gut sich alles entwickelt hat.” Hätte dich 2005 jemand gezwungen, Geld auf den Erfolg von LEGION OF THE DAMNED zu setzen, wie viel hättest du gesetzt? “Gar nichts. Hätte mir damals jemand gesagt, daß wir schon kurz danach mit KREATOR und CELTIC FROST touren würden, ich hätte ihn ausgelacht. Ich hatte nicht bedacht, wie viel Power hinter LEGION OF THE DAMNED steckte. Wir hatten plötzlich ein funktionierendes Umfeld aus Manager, Plattenfirma, Booking-Agentur, etc., was wir aus OCCULT-Zeiten nicht kannten. Da habe ich alles alleine gemacht und mir verdammt viel Mühe gegeben. Für nichts!” David Gregori Der
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